Einbruchschutz von der Steuer absetzen

Einbruchschutz von der Steuer absetzen

Einbruchschutz von der Steuer absetzen. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/69585 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/VLH“

Neustadt a. d. W. (ots) – Trendwende: Nach jahrelang steigenden Einbruchszahlen sind die Werte
2017 spürbar zurückgegangen. Ein Grund dafür: Die Bürger investieren
mehr in den Einbruchschutz. Und der Fiskus unterstützt sie dabei. So
lässt sich der professionelle Einbau von Alarmanlagen,
Spezialfenstern, Bewegungsmeldern und Co. steuerlich als
Handwerkerleistungen im Haushalt absetzen. Der Lohnsteuerhilfeverein
Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) erklärt, wie’s funktioniert.

Ob Installation einer Gegensprechanlage, Einbau eines
Mehrfachverriegelungssystems oder Montage einer Videoüberwachung:
Privatpersonen, die beim selbst genutzten Haus oder der selbst
genutzten Wohnung auf Einbruchschutz setzen und dafür einen
professionellen Handwerker engagieren, können die anfallenden Kosten
in der Regel teilweise steuerlich geltend machen. Folgende
Bedingungen sind dabei zu beachten:

   - 20 Prozent der jeweiligen Anfahrts-, Arbeits-, Maschinen-, 
     Entsorgungs- und Verbrauchsmittelkosten (zum Beispiel 
     Aufwendungen für Reinigungsmittel) lassen sich laut 
     VLH-Steuerexperten absetzen.
   - Allerdings kann man alles in allem nur maximal 1.200 Euro im 
     Jahr als Handwerkerleistungen geltend machen.
   - Materialkosten werden nicht berücksichtigt. Deshalb sollten die 
     verschiedenen Kostenarten in der Rechnung unbedingt getrennt 
     ausgewiesen werden.
   - Als Belege kann der Fiskus die Vorlage einer ordnungsgemäßen 
     Rechnung sowie einen geeigneten Nachweis über die Begleichung 
     der Summe verlangen. Wichtig dabei: Den VLH-Profis zufolge muss 
     man den Rechnungsbetrag immer überweisen. Barzahlungen gegen 
     Quittung akzeptiert das Finanzamt nicht. 

Wer KfW-Förderung nutzt, muss auf Steuervorteil verzichten

Generell bietet der Staat in Sachen Einbruchschutz verschiedene
Fördermöglichkeiten. Wer sie nutzt, sollte darauf achten, dass das
auch Konsequenzen für die Steuererklärung haben kann. Ein Beispiel:
Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt es Zuschüsse und
Kredite rund um den Einbruchschutz. Wer diese Angebote in Anspruch
nimmt, kann nach Angaben der VLH-Fachleute die dabei erbrachten
Handwerkerleistungen nicht mehr steuerlich geltend machen. Durch
diese Regelung will der Staat eine Doppelförderung – also sowohl über
die KfW als auch über die Steuerermäßigung – ausschließen.

Durch Einbruchsschäden verursachte Kosten sind nicht absetzbar

Wenn sich Einbrecher trotzdem Zugang zu einem Haus oder einer Wohnung
verschafft haben, bieten bestimmte Versicherungen – vor allem die
Hausratversicherung – gegebenenfalls Hilfe. Dann werden die
Aufwendungen für Reparaturen oder für den Ersatz entwendeter
Gegenstände bis zu einer gewissen Entschädigungsgrenze ersetzt.

Steuerlich ist in diesen Fällen dann leider nichts mehr zu machen. Es
gibt laut VLH-Profis keine Möglichkeiten, einbruchsbedingte Ausgaben
in der Steuererklärung anzugeben.

Hausratversicherung unter speziellen Voraussetzungen anteilig
absetzbar

Prinzipiell können die Aufwendungen für die Hausratversicherung nicht
steuerlich geltend gemacht werden. Diese wertet der Staat nämlich als
Sachversicherung, die nicht ausschließlich der Vorsorge dient.

Doch keine Regel ohne Ausnahme: Es gibt einen Fall, bei dem die
Absetzbarkeit der Hausratversicherungskosten infrage kommt: Wenn sich
im Privathaushalt ein beruflich genutztes Arbeitszimmer befindet,
kann man den VLH-Experten zufolge die Ausgaben für die
Hausratversicherung unter Umständen zumindest anteilig als
Werbungskosten absetzen. Dabei lassen sich aber nicht die kompletten
Ausgaben geltend machen, sondern nur der Anteil, der dem
flächenmäßigen Anteil des Arbeitszimmers an der gesamten Wohnung
entspricht.

Über die VLH

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) ist
mit mehr als 950.000 Mitgliedern und bundesweit rund 3.000
Beratungsstellen Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Die VLH
stellt zudem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater: Von
drei zertifizierten Beratern aller Lohnsteuerhilfevereine sind zwei
von der VLH.

1972 gegründet, erstellt die VLH für ihre Mitglieder die
Einkommensteuererklärungen im Rahmen der gesetzlichen
Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Pressekontakt:

Christina Georgiadis
Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH)
Fritz-Voigt-Str. 13
67433 Neustadt a. d. Weinstraße
Tel.: 06321 4901-0
Fax: 06321 4901-49
E-Mail: presse@vlh.de
Web: https://www.vlh.de/presse

Original-Content von: Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V., übermittelt durch news aktuell

Dieser Artikel wurde zu Verfügung gestellt von Presseportal.de (news aktuell GmbH)

2. Mai 2018 / von / in

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